Thomas Rieger

Sport Management

Sportmarken auf Kooperationskurs

Wenn ich mich an die Fitnessbranche vor zwanzig Jahren erinnere, so war der ganze Habitus der selbst ernannten Fitnessmanager doch eher durch Subprofessionalität geprägt. Heute haben sich einige Anbieter zu fest etablierten Sportmarken entwickelt. Sehr gute Beispiele hierfür sind Fitness First und Mc Fit. Die Fitnessbranche ist salonfähig geworden. Dies führt dazu, dass andere, bereits seit langer Zeit gesetzte Sportmarken, vor allem aus dem Sportartikelsektor, konkrete Anschlussfähigkeit signalisieren. Die Kooperation zwischen Fitness First und Nike existiert bereits seit August 2008, und wurde im Januar mit der Initiierung eines eigenen Trainingskonzepts weiterentwickelt. Im Januar 2010 wurde verkündet, dass McFit und adidas ein "starkes Team" bilden.



In gewohnt professioneller Mc Fit-Manier erfolgt eine ausgedehnte Kommunikation zu dieser Kooperation, vornehmlich unter Nutzung bewegter Bilder.



Immer wieder spielen die eigenen Mitglieder eine zentrale Rolle in den Inszenierungen.



Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht stellt sich natürlich die Frage der Markenpassfähigkeit. Welche Eigenschaften assoziieren wir mit Mc Fit auf der einen und adidas auf der anderen Seite? Sehr interessant zu sehen, wie sich die Liaison entwickelt. Zu Forschungszwecken sollte ich neben meiner Fitness First- vielleicht meine alte Mc Fit-Mitgliedschaft wieder aktivieren.